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Umzug in größeres Aquarium

Sonntag 26. Juli 2009 von Stefanie

Wie das in der Aquaristik so ist, fängt man mit einem kleinen Aquarium an, wird von der Leidenschaft für dieses Hobby gepackt und möchte dann auf ein größeres umsteigen. Aber wie macht man das eigentlich?

1) Vorbereitungsphase

Zuerst entscheidet man sich natürlich für ein neues Aquarium, je nach Größe kann da eine Investition von neuer Technik erforderlich werden, wenn die schon vorhandene Ausrüstung für die neue Größe nicht angemessen ist.

Entscheidet man sich für ein neues Aquarium hat man die Möglichkeit einen neuen Standort auszusuchen. Erwirbt man dann auch noch alles neu vom Kies über Pflanzen bis zur Technik handelt es sich eher um eine Neueinrichtung als um einen Umzug. Diese Auswahl kann einiges leichter machen aber gleichzeitig wird es auch teurer und es besteht die Gefahr das neue Aquarium auch nach einer Einlaufphase von 4-6 Wochen zu überlasten. Der Fischbesatz des alten Aquariums entspricht ja eher dem eines schon länger bestehenden Aquariums mit gut ausgebildetem ökologischem Gleichgewicht. Bei einem neuen Aquarium fängt man ja normalerweise mit einigen wenigen Fischen an und steigert sich dann mit der Zeit.

Entscheidet man sich für einen neuen Standort und neue Technik, kann man vor dem Umzug den neuen Filter in aller Seelenruhe am alten Aquarium mitlaufen lassen und gegeben falls später nach dem Umzug auch noch das alte Filtermaterial zum neuen Filter hinzufügen. Eine weitere Möglichkeit bei Erwerb neuer Technik ist das alte Filtermaterial nach Fischumzug einfach in den neuen Filter umzuwechseln. Hierbei kann es zu einer Verminderung der Filterkapazität kommen, da die Bakterien aus dem alten sich an eine neue Umgebung gewöhnen müssen. In einem größeren Filter können sich Strömungsverhältnisse und damit Sauerstoffverhältnisse, Nährstoffverfügbarkeit etc. verändern.

Möchte man den alten Standort beibehalten wird alles etwas komplizierter, dann man das alte Aquarium erst entleeren und wegheben muss und erst dann das neue Aquarium platzieren kann.

Idealerweise stellt man die Fütterung der Fische ca.2 Tage vorher ein. So können überflüssige Nährstoffe abgebaut werden. Während des Umzuges kommt es zur Aufwirbelung von Mulm und damit zur Freisetzung von Nährstoffen. Schaffen die Bakterien dann nicht die Menge an Nährstoffen schnell umzusetzen, kann es zur kurzfristigen Entstehung von Nitrit oder dergleichen kommen.

Man sollte nach einem großen Eimer oder sauberen Gefäß Ausschau halten, an dem man dem Filter während des Umzuges weiterlaufen lassen kann. Für die Dauer des Umzuges wenn das Wasser aus dem alten Aquarium entfernt wird, bis das neue Aquarium mit neuen Wasser und Kies etc. gefüllt wird, kann der Filter nicht einfach ausgestellt und trockengelegt werden. Werden die Filtermaterialien nicht ständig mit Wasser umspült kann ein Sauerstoffmangel entstehen und die Bakterien sterben ab. Die organischen Stoffe werden anaerob (unter Sauerstoffmangel) abgebaut und es können sich fischschädlich Substanzen bilden, die man direkt in das neue Aquarium spülen würde. Damit sind die Fischkrankheiten oder Todesfälle vorprogrammiert.

Bei einem größeren Aquarium bietet sich natürlich auch der Kauf von mehr Pflanzen an und auch der Mehrbedarf an Kies sollte bedacht werden. Auf neue Fische sollte man erst mal verzichten. Zwar kann ein größeres Aquarium mehr Fische aufnehmen, aber auch das neu umgezogene Aquarium benötigt  ein wenig Zeit um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Doppelbelastung mit neuen Fischen und dem Umzug kann nicht nur bei den neuen Fischen sondern auch bei den alt eingesessenen Fischen zu enormen Stress und damit zu Krankheiten führen.

2) Der Umzug

Der erste Schritt sollte in einer guten Planung bestehen. Alles was später benötigt wird, sollte griffbereit  liegen. Nichts ist stressiger als während des Umzuges festzustellen, dass einem was fehlt.

Es sollte ein großer Behälter mit Aquariumwasser abgefüllt und am besten mit einer Sauerstoffpumpe belüftet werden. Dann geht es ans Fischen. Auch wenn für den Umzug wenig Zeit besteht nicht panisch mit dem Kescher umherschlagen. Alle Fische werden behutsam oder schnell und schmerzlos (wenn man dies kann) eingefangen und in den Behälter mit dem Aquariumwasser umgesiedelt. Manchmal kann es sinnvoll sein sich vorher zu überlegen wie viele Fische man eigentlich hat. Fische können sich zum Teil recht gut verstecken und man möchte ja keinen vergessen.  Dekogegenstände wie Röhren, Wurzeln etc. können mit in den Fischeimer getan werden da sie zum einen oft blinde Passagieren enthalten (vor allem Welse) und da die Rückzugsmöglichkeiten im Eimer den Fischen den Stress etwas erträglicher macht. Auf eine Erwärmung des Behälts via Heizung sollte man verzichten, da die Regler sich nur schwer in kleinen Behältern einstellen lassen und man möchte seine Fische ja nicht kochen. Einen leichten aber dafür langsamen Temperaturabfall vertragen eh die meisten Fische. Bei springfreudigen und springfähigen Fischen empfiehlt es sich den Behälter abzudecken, da gerade Stress zum Springen animieren kann.

Nun ist der Filter an der Reihe. Er wird nun an einen zweiten Behälter (nicht Fischbehälter) mit Aquariumwasser angeschlossen oder gegeben falls an das neue Aquarium sofern dies an einem anderen Standort schon mit Wasser eingerichtet ist.

Aus dem alten Aquarium wird nun das verbleibende Wasser abgelassen und soviel wie möglich davon in sauberen Eimern oder dergleichen aufbewahrt. Steht das neue Aquarium an einen anderen Platz kann das Wasser natürlich auch dort hinein gegeben werden.

Im nächsten Schritt wird der Kies oder Sand aus dem alten Aquarium raus geschippt und aufbewahrt. Während meines Umzuges habe ich die unterste Schicht nicht wiederverwendet und weggeschmissen, da diese sehr stark durch den Mulm getrübt und wahrscheinlich sehr nährstoffreich war. Dadurch habe ich natürlich auch viele Bakterien verloren, aber im Filter und dem restlichen Kies waren ja auch noch welche und das Risiko des Umkippens war mir mit diesem belasteten Kies-Wasser-Gemisch zu groß. Denn gerade in den untersten Kiesschichten kann es zu einem unvollständigen Stoffabbau kommen.

Ist das alte Aquarium so gut wie entleert oder vollständig entleert, kann es vom seinem Standort entfernt werden. Ich möchte in aller Deutlichkeit hier wiederholen: Nur ein entleertes Aquarium sollte verschoben werden. Noch vorhandene Wasser und Kiesmassen können enorme Kräfte während des Transportes eines Aquariums aufbauen, die das Aquarium zum Bersten bringen können.

Nun kann das neue Aquarium dort platziert werden sofern man dies möchte. Der aufbewahrte Kies wird in das neue Aquarium gegeben und gegeben falls neuer vorher gewaschener Kies mit hinzugefügt. Die Pflanzen werden gesteckt und die Dekoration platziert.

Das aufbewahrte Aquariumwasser kann nun langsam eingefüllt werden. Je behutsamer man vorgeht desto weniger Mulm wird ausgeschlemmt. Dennoch wird sich das Wasser sehr trüben, dies legt sich aber nach einer gewissen Dauer. Da sich das Volumen vergrößert hat, muss zusätzlich zum alten Aquariumwasser neues Wasser hinzugefügt werden. Idealerweise handelt es sich dabei um abgestandenes Wasser. Nach dem Wasserauffüllen wartet man nach Gefühl eine Weile bis sich die größten Massen gelegt haben bzw. bis sich die Trübung etwas vermindert hat und installiert den Filter an dem neuen Aquarium.

Ist der Filter angebracht und in Betrieb genommen würde ich ebenfalls noch eine Weile warten bis man die Fische in das neue Aquarium übersiedelt.

Die Fische sollten wie bei jedem Neueinzug an das neue Aquariumwasser gewöhnt werden. Also nicht einfach in das neue fremde Wasser „kippen”. Es empfiehl sich, um den Stress für die Fische zu minimieren, das Licht auszustellen.

3) Nachbereitungsphase

Nach dem Umzug empfehle ich ebenfalls eine Fastenphase von 2 Tagen oder sehr sparsames Füttern.

Innerhalb der nächsten Tage sollten die Fische auf Krankheitsanzeichen hin beobachtet werden.

Und wenn alles gut läuft freuen sich Fische und Besitzer über die neuen Dimensionen  :) .

Zusammenfassung

Fischumzug/Aquarienumzug – Tabellarische Zusammenfassung

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Aquaristik für Anfänger – der Standort

Sonntag 1. März 2009 von Stefanie

Hat man sich nun für ein Aquarium entschieden, stehen die 2 nächsten Entscheidungen an :

  • wo soll das das Aquarium stehen
  • wie groß soll es werden

Es versteht sich von selbst, dass der Boden tragfähig genug sein sollte, denn ansonsten kann man die Fische eine Etage tiefer betrachten, nur dass die davon weniger begeistert sein werden. Und den Mieter, der in Begeisterungsstürme ausbricht, wenn es ein Aquarium von der Decke in sein Wohnzimmer regnet, den möchte ich mal kennen lernen!

Auf der Internetseite http://www.deters-ing.de/Berechnungen/Berechnungen.htm kann man grob das Gewicht eines gefüllten Glasbeckens mit Kies berechnen. Dann einfach das Gewicht von Unterschrank, Abdeckung und Technik abschätzen und mit der Tragfähigkeit des Bodens vergleichen. Ein normales 54Liter Standardbecken sollte bei einem normalen Boden aber kein Problem bereiten. Ein gut gefülltes Bücherregal ist ja schließlich auch nicht ganz leicht.

Also wohin mit dem Becken??  Da man am Aquarium Arbeit verrichten muss, ist eine gute Erreichbarkeit ein sehr praktischer Ansatzpunkt. Ein Wasserwechsel auf einer wackeligen Trittleiter bei hoch gelegenen Aquarien ist vielleicht super aufregend, aber auf Dauer schlecht für die Gesundheit :) . Neben einer guten Erreichbarkeit ist auch die passende Höhe wichtig, schließlich möchte man die Fische gut beobachten können. Eine freie Wand,  am besten in der Nähe einer Steckdose und noch idealer in der Nähe eines Wasseranschlusses bietet sich gerade zu an. Viele Aquarien werden aber auch gerne als Raumteiler genutzt. Stellt man das Aquarium an eine Wand, sollte man zur Wand immer etwas Platz für Schläuche lassen. Damit verringert man auch gleichzeitig die Schimmelwahrscheinlichkeit.

Auf das Becken sollte möglichst nicht den ganzen Tag das Licht scheinen, da dies zu Reflexionen führen und Algenwachstum fördern kann. Es sei denn man liebt Algen, dann immer mit dem Becken vor das Fenster :) . Auch ist der Stellplatz direkt neben  einer Bassbox als nicht gerade ideal anzusehen. Ob die Schwingungen für das Glas oder die Fische gut sind, bleibt fraglich.

Hat man einen passenden Ort gefunden bleibt die Frage offen, welche beckengröße man wählt. Das Becken sollte die 54Liter eines 60cm Standard-Beckens nicht unterschreiten. Zum einen sind Ökosystemen in kleineren Becken sehr empfindlich zum anderen möchten die Fische auch Platz zum Schwimmen haben. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Je größer das Wasservolumen, desto mehr werden toxische bzw. giftige Substanzen verdünnt, desto größer die Oberfläche (wichtig für die Bakterien) usw.

Die erforderliche Beckengröße hängt dabei auch von den Ansprüchen der Fische ab, die sie später pflegen möchten. Ein Fisch der 20cm Körperlänge erreicht, hat nun wirklich nichts in einem 60cm Becken zu suchen! Im Internet, aber auch in vielen Büchern findet man Angaben über den entsprechenden Platzbedarf der Fische. Eine Seite, die ich für solche Recherchen sehr empfehlen kann ist: http://www.zierfischverzeichnis.de.

Sind diese Fragen geklärt stehen die nächsten Entscheidungen an, aber dazu später mehr.

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Aquaristik für Anfänger – Die Entscheidung

Samstag 28. Februar 2009 von Stefanie

Viele Menschen würden gerne ein Haustier halten und entscheiden sich aus zeitlichen Gründen für ein Aquarium. Fische muss man zwar nicht lange beschäftigen oder mit ihnen Gassi gehen aber man sollte sich die Entscheidung immer gut überlegen!

Wichtig ist es bei der Entscheidung folgende Grundsätze zu beachten

1.      die Anschaffungskosten sowie laufende Kosten

2.      Pflege und Wartungsarbeiten

3.      Versicherungen bei Wasserschäden

4.      die geringe Mobilität eines Aquariums

5.      Möglichkeit ein Aquarium zu stellen

1) Anschaffungskosten und laufende Kosten

Für ein gut funktionierendes Aquarium gehört ein Mindestmaß an Technik dazu. Die Anschaffung eines Kompletset, dass das Wichtigste enthält, ist dabei billiger als sich alle Teile einzeln zu kaufen. Allerdings können beim Einzelkauf die Geräte, wie zum Beispiel Beleuchtung, besser an die Bedürfnisse der Pflanzen und Tiere angepasst werden. Der Kauf von einem gebrauchten Aquarium kann dabei viel Geld sparen. Allerdings weiß man als Anfänger meist nicht worauf man achten muss. Im laufenden Betrieb kommen Strom-,  und Wasserkosten dazu, die je nach Technik sehr stark variieren können.

2)   Pflege und Wartungsarbeiten

Auch wenn der Zeitaufwand für ein Aquarium geringer ist als bei vielen anderen Haustieren, fallen einige Arbeiten an. Diese müssen durchgeführt werden, denn Fische haben auch Gefühle und möchten nicht in einem vernachlässigten schlecht laufenden Aquarium leben. Sie sind in ihrem Aquarium komplett der Fürsorge des Aquarianers ausgeliefert und können nicht mal gerade den schlechten Verhältnissen entfliehen.

Zu den täglichen Pflichten gehört das Füttern. Auch wenn Fische auch problemlos mal einige Tage fasten können, leben sie nicht von Luft und Liebe allein. Am besten täglich wird auch die Funktion der Geräte überprüft, arbeitet der Filter, ist die Temperatur korrekt, funktioniert die Beleuchtung. Danach folgt eine Überprüfung der Fische, denen kann man es nämlich recht leicht anmerken, ob etwas nicht in Ordnung ist. Einmal wöchentlich erfolgt ein Teilwasserwechsel und bei Bedarf  die Reinigung der Scheiben und des Filters und Überprüfung der Wasserwerte. Benutzt man eine CO2-Anlage muss diese in gewissen Abständen  gewartet werden, bei einer Bio CO2-Anlage wird zum Beispiel das Gel neu angerührt.

3)   Versicherungen bei Wasserschäden

Manchmal kann es passieren, dass das Aquarium platzt, ausläuft oder sonstige Wasserüberflutungen auftreten. Dabei kann es zu Schäden am eigenen Mobiliar aber auch an fremdem Eigentum kommen wie zum Beispiel Böden, Decken und Wände. Kümmert man sich schon vorher um eine entsprechende Versicherung bleibt man am Ende nicht auf den zum Teil immensen Kosten sitzen. Meist reicht auch ein Blick in die Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung. Oft sind Schäden durch Aquarien dort mit aufgeführt.

4)   die geringe Mobilität eines Aquariums

Ein befülltes Aquarium kann sehr schwer sein. Möchte man in naher Zukunft umziehen, komplett renovieren, oder die Möbel umstellen, sollte man eher noch warten. Versucht man ein volles Aquarium zu transportieren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sein Wohnzimmer in ein Schwimmbad umfunktioniert. Es empfiehlt sich nur ein entleertes Aquarium zu transportieren und das ist halt alles etwas komplizierter und zeitaufwendig.

5)   Möglichkeit ein Aquarium zu stellen

Vor allem bei großen Aquarien stellt sich die Frage der Stellbarkeit. Große Aquarien können schon mal eine Tonne auf die Waage bringen und nicht jeder Boden hält das aus. Daher ist es wichtig sich vorab über die Tragfähigkeit des Bodens zu informieren.

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