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Mein neues Aquarium

Samstag 12. Dezember 2009 von Stefanie

Der Standort und der Unterbau

Lange Zeit ist seit meinem letzten Eintrag vergangen, aber ich habe nun endlich mein eigenes Aquarium und möchte euch ein wenig davon erzählen.

Da unser Fußboden aus alten Holzdielen besteht, die lustig mitschwingen wenn die Waschmaschine in den Schleudergang schaltet (wohlgemerkt die Waschmaschine steht 2 Räume weiter) und weil ich meine Fische weder geschüttelt noch gerührt mag, musste der Standort und der Unterbau gut durchdacht werden.

Er sollte dabei Schwingungen auffangen und die Höhenunterschiede der alten Holzdielen ausgleichen. Meine erste Idee war natürlich Styropor, aber irgendwie hatte ich die Befürchtung, dass das Styropor unter der Belastung instabil werden könnte. Meine zweite Idee war eine Schrittschalldämmung, aber die waren zu dünn um die Höhenunterschiede auszugleichen. Und wie das Leben so spielt, traf ich meine endgültige Entscheidung erst im Baumarkt als ich direkt davor stand. Unterlegmatten für Waschmaschinen. Die müssen ja praktisch dafür ausgerichtet sein große Schwingungen und Belastungen aufzunehmen. Zusammendrücken konnte man sie auch leicht, also gekauft. Noch kurz eine Küchenarbeitsplatte besorgt und damit war der Unterbau schon mal fertig. Mittlerweile hält er schon einige Monate und ich hoffe auch noch ein bisschen länger.

Unterbau des Aquariums

Unterbau des Aquariums

Den Standort wählte ich einige Meter vom Fenster entfernt, direkt an einer Außenmauer und damit an einer hoffentlich tragenden Wand. Wobei das größere Problem wohl eher die alten Holzdielen sind.  Mein Aquarium hat die Ausmaße 80 cm mal 40 mal 50 cm. Nach oben ist also noch genügend Platz, sollten meine Pflanzen noch aus dem Wasser herauswachsen.

Die Einrichtung

Als Bodengrund habe ich sowohl Kies als auch Sand verwendet, die ich beide durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt habe. Übrigens wächst meine Hygrophila polysperma (indischer Wasserfreund) in dem Sand besser als im Kies, also soviel zu den Gerüchten in Sand würde nichts wachsen!! Fairerweise muss ich aber erwähnen, dass die Pflanze viele Wurzeln oberhalb der Sandfläche ausgebildet hat. Das könnte aber auch normal sein, ich habe die Pflanze noch nie gepflegt.

Als Deko kam noch etwas Holz rein, ein Stein (ohne Kalk) und ein paar Erlenzapfen. Als Filtermaterial entschied ich  mich für Zeolith.  Die Kombination bescherte mir eine Reduktion der Wasserwerte von KH 10-11 auf 8 und GH von 19 auf 16 und das ohne technische Anwendung! Nachdem ich auch noch etwas Torf hinzufügte und Bio-CO2 anschloss, fiel mein pH-Wert von 7,5 auf 7,0 meine KH auf 7 und meine GH auf 12.

Trotz des elendig langen Waschens des Kieses und Sandes verschaffte mir das Zeolith einen Londoner Nebel in meinem neuen Aquarium:

Londoner Nebel im Aquarium

Londoner Nebel im Aquarium

Es gab nicht wirklich viel zu sehen. Nach ein paar Tagen klarte das Wasser wieder auf und ich konnte letzte Korrekturen vornehmen ohne raten zu müssen was ich überhaupt im Wasser treibe.

nach Klärung des Nebels

nach Klärung des Nebels

Die Korkwand

Schließlich  fügte ich noch eine Korkwand hinzu.

Korkwand

Korkwand

Die hatte aber ihre Tücken. Da sie nachträglich im laufenden Betrieb installiert wurde, fiel ein Befestigen mit Silikon aus. Also bohrte ich ein paar Löcher, schwang Nylonfaden hindurch und befestigte diesen an Saugnäpfen, die eigentlich mein Heizstab halten sollten. Ich hätte nicht gedacht dass es funktionierte aber die Saugnäpfe hielten tatsächlich das Kork unter Wasser!!  Silikon kann sich eh beim Zerfall des Korkes unter Wasser ablösen. An eine Korkwand kann man wunderbar Moos anbringen. Sah eigentlich sehr schön aus:

Mooswand

Mooswand

Die Rückwand

Nach einer Einlaufzeit von 8 Wochen und nachweislich kleinen Mengen an Nitrat im Becken konnten dann die ersten Fische einziehen. Habe ich jedenfalls gedacht. Nachdem 90% meiner kleinen Zwergpanzerwelse kurz nach dem Einzug verstorben sind, fing das große Rätselraten an. Nun, da ich eigentlich nichts anderes gemacht habe als sonst fiel meine Vermutung auf den Kork. Kork hat eine große Oberfläche und kann viele Substanzen, inklusive natürlich auch Schadstoffe, binden. Es konnte auch an den Fischen gelegen haben, da es nicht mehr die Vitalsten waren. Aber ich wollte auf Nummer sicher gehen und verbannte das Kork aus meinem Aquarium, führte einen Wasserwechsel durch und probierte es später noch einmal.

Das Kork fand Verwendung auf der Außenrückwand, die ich mir daraus bastelte. Dazu schnitt ich es in Scheiben und klebte es auf eine Pappe.  Wer noch nie Kork per Hand zersägt hat, dem sei hiermit gesagt, entweder man ist ein sehr gut durchtrainierter Sportler oder man handelt sich ein Riesen Muskelkater ein. Kork ist nämlich sehr weich und damit extrem störrisch beim Sägevorgang. Bevor ich anfing hatte ich mir gedacht, kann ja nicht so schwer sein. Pustekuchen!! Allerdings triumphierten letzendlich mein Frust und mein Dickkopf über meine Schmerzen.

Endzustand

Endzustand

Mittlerweile schwimmt ein kleiner Schwarm Panzerwelse durch mein Aquarium und scheint ganz glücklich sein und ich kann endlich wieder davor sitzen und in aller Ruhe entspannen. Jetzt muss ich nur noch etwas an meinem Pflanzenbewuchs arbeiten.

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Richtige Umzugszeit für Fische

Sonntag 2. August 2009 von Stefanie

Der Umzug in ein größeres Aquarium ist einer Phase mit großer Unruhe und verändertem Wasserspiegel vergleichbar. In der Natur treten solche Umstände zum Beispiel in der Regenzeit auf, wenn die Flüsse über die Ufer steigen und sich die Umwelt der Fische ändert.

Möchten man daher den Fischen einen verträglichen Umzug ermöglichen, verschiebt man diesen in die Phase der Regenzeit der Ursprungsorte der Fische. Tiere haben nämlich eine innere Uhr. Da die Fische in unseren Aquarien aber oft aus verschiedenen Regionen der Erde stammen, kann man eine allgemeine passende Umzugsphase nicht angeben.

Allein im Amazonasgebiet tritt die Regenzeit je nach Lage zu unterschiedlichen Zeiträumen auf. Im nördlichen Amazonasgebiet findet die Regenzeit in den Monaten April-August statt, im südlichen zwischen Oktober und April [1].

Besonders empfehlenswert ist eine Berücksichtigung der Regenzeit für einen Umzug, wenn man seine Fische zum Laichen stimulieren möchte. Nach vielen Zuchtberichten zufolge nutzen Züchter Faktoren wie Hochwasser, Niedrigwasser, Temperatur, Futtermenge etc. um ihre Fische in Laichstimmung zu bringen [2]. Sinnvoll ist es natürlich auch ein Umzug mit einer längeren Tiefdruckphase zu kombinieren. Die Fische sollen dies wahrnehmen können und verbinden dann diese Phase mit viel Regen und damit auch vielleicht mit einer Hochwasserphase.

Literatur

[1] http://www.panguana.de/Panguana/Okologie/Wasserkreislauf/wasserkreislauf.html

[2] http://www.zierfischforum.at/artikel/laichstimulation.html

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Mein erstes Aquarium – Erfahrungsbericht 2

Freitag 27. Februar 2009 von Stefanie

Holz war immer sehr beliebt bei meinen 2 Ancistren und die besten Plätze wurden heiß umkämpft. Daher platzierte ich  mehrere Stücke im Aquarium. Mit Mopani und Moorkienwurzeln waren 2 Holzarten im Aquarium vertreten. Eine generelle Bevorzugung einer Holzsorte konnte ich nicht feststellen, auch wenn ich später nur noch weiches Holz benutz habe.

Foto: Welsdoppeldecker auf Wurzel

Foto: Welsdoppeldecker auf Wurzel

Bei  angeboten frischen Grünfuttersorten war eine Bevorzugung allerdings zu vernehmen. Grünes Gemüse allem voran Salatgurke wurde gelber und roter Frischkost vorgezogen.  Für Gurke ließen die beiden alles stehen und liegen. Um Streitigkeiten zu vermeiden bot ich immer 2 Stücken an, die ich durch Löffel oder der gleichen beschwerte. Da ich die Gurke nach kurzer Zeit wieder rausnahm, belastete sie das Wasser des kleinen Beckens nicht. Dennoch war ich immer sehr vorsichtig bei Frischkostfütterung

Foto: Wels schwebend in Rückenlage an Gurke

Foto: Wels schwebend in Rückenlage an Gurke

Befanden sich die Welse bei Zugabe in höheren Wasserregionen, wurde die Gurke im regelrechten Sturzflug anvisiert. Danach raspelten sie möglichst viel Gurke, auch schwebend in Rückenlage, in kurzer Zeit ab. Zurück blieben recht träge Welse mit dicken Bäuchen.  Auch Banane war ein Hit, diese zerfiel allerding recht schnell und belastete das Wasser daher vermehrt.

Foto: Wels an Banane

Foto: Wels an Banane

Mit Brokkoli und ausgedrückte Erbsen konnte ich sogar meine Guppys begeistern, die sonst Grünkost relativ gelassen gegenüber standen.

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Mein erstes Aquarium – Erfahrungsbericht 1

Donnerstag 26. Februar 2009 von Stefanie

Heute wollte ich etwas über mein erstes Aquarium erzählen.

Angefangen hat es mit einem 54 Liter Aquarium, einem Einsteigerset aus dem Fressnapf. Nachdem ich erstmal den Schock über die  Pflanzenpreise überwunden habe, wurde Kies, Pflanzen, und Deko nach Hause geschafft. Da ich unbedingt Welse pflegen wollte, entschied ich mich sowohl Sand als auch Kies zu verwenden, die ich beide versuchte durch Barrieren abzutrennen. Allerdings blieb es bei einem Versuch. Der Sand kämpfte sich erbarmungslos durch die Hindernisse und schob sich zu meinem Entsetzen Richtung Kies. Soviel zu den Versuch Sand und Kies auf Dauer zu trennen. Später nutzte ich Plexiglas, was wesentlich besser funktionierte, aber eine Dauerlösung ist auch dies nicht. Aber vorerst hielt es eine Weile und sah dann so aus:

54 Liter Aquarium mit Pflanzen, Mopaniholz und Plastikdekoration

Mein erstes 54L Aquarium mit Plastikdekoration

Einige Tage später entdeckte ich mit großen Augen meine erste Schnecke. Da war ich natürlich ziemlich aus dem Häuschen. Die Schnecke erhielt gleich einen Namen, Schnecki.  Schnecki vertilgte immer eifrig Pflanzenreste und Algen von Steine. Später stand ich vor einem großen Problem. Aus Schnecki wurden Schnecki 2,3 usw. Und spätestens als sie anfingen flotte Dreier durchzuführen, wurde eine Unterscheidung unmöglich. Danach bildeten sie dann einfach mein Schneckenheer:

Foto Schneckentrio, Schneckenvermehrung, Schnecken, Aquarium

Foto: Schneckentrio auf Flugzeug im Aquarium

Nachdem die Pflanzen ganz gut wuchsen, sich die eine eingesetzte Schwimmpflanze vermehrte und fast das ganze Aquarium verschlang und nachdem mir die Fachverkäuferin versicherte, dass es Zeit wurde, setze ich die ersten Fische ein. Ganz böser Fehler!! Natürlich hätte ich länger warten müssen. Und auch die Zusammenstellung (Ancistren, Panzerwelse und Guppies) für das kleine Aquarium war sehr schlecht gewählt. Danach informierte ich mich richtig, zum Gefallen meiner Fische. Im gleichen Zug wurden dann auch die Plastik-Dekorationen entfernt und durch Holz und Wels-Röhren ersetzt. Nach der großen Umräumaktion sah das Aquarium dann etwas natürlicher aus:

Foto mein erstes Aquarium mit Wurzeln, Pflanzen und Welsröhren

Foto: Aquarium nach Umbau mit Wurzeln

Die Antennenwelse freuten sich vor allem über den Umbau, erhielten sie doch dadurch eine weiche Moorkienwurzel. An dieser fand ich sie dann in den unmöglichsten Positionen angesaugt. Wenn ich doch auch mal so schlafen könnte! Mein einer Antennenwels entschied sich dann eines Tages die Kokosnusshälfte als neuen Schlafplatz zu betrachten. Er legte sich wie ein Hund an die Schwelle des Eingangs hin und inspizierte von dort aus die Umgebung. Danach erhielt er den Namen Bello.

Foto Wels Kokusnusshälfte Aquarium

Foto: Bello vor Kokosnusshälfte

Nachdem ich das Wunder der Natur in meinem Aquarium live miterleben durfte, die Geburt von Guppys, stieg die Anzahl meiner Fische im Aquarium drastisch an. Bin ich froh, dass ich keine 30 Babys aus mir rausdrücken muss!! Auf jeden Fall musste ein neues größeres Aquarium her. Aber davon ein anders Mal mehr.


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