Mein neues Aquarium
Dienstag 1. März 2011 von Stefanie
Ja, ja lang ist’s her. Wollte mal ein wenig berichten was sich bis her ereignet hat.
Das Fischsterben
Nach dem ich mein neues Aquarium in Koblenz so schön eingerichtet hatte, und die Pflanzen wuchsen und gediehen, musste ich leider feststellen, dass meine Fische nicht ganz so glücklich in ihrem neuen Heim waren. Sie wurden mit der Zeit immer weniger. Also fing die große Suche nach den Ursachen an. Da habe ich das Kork rausgeschmissen, habe für meine CO2-Anlage eine kleine Waschflasche zwischengeschaltet, habe große Wasserwechsel gemacht und und und. Nichts half!!!
Am Ende blieb nur noch ein Verdächtiger übrig: der Boden. Entgegen meiner eigenen Aussagen war ich so dumm gewesen und habe einen Langzeitbodendünger für die Pflanzen verwendet. Nannte sich Vulkanit. Ich hätte es doch eigentlich besser wissen sollen, ich Dösel, dass das nur Ärger macht. Wer kommt aber auch auf den Gedanken, dass ein Produkt aus dem Aquariumhandel nicht in Ordnung ist. Aber Pustekuchen, nach dem ich eine Wasseranalyse vom Leitungswasser und vom Aquariumwasser habe durchführen lassen, hatte ich die Erklärung. Einige von den Schwermetallgehalten waren im Vergleich zum Leitungswasser deutlich erhöht. Und da ich ja regelmäßig Wasser gewechselt habe, war nicht anzunehmen, dass sich diese Stoffe im Laufe der Zeit angehäuft hatten, zu dem ich von Anfang an nur Ärger hatte. Da scheint wohl eher das Vulkanit größere Mengen Schwermetalle ausgeschwemmt zu haben.
Da half alles nicht, ich musste den kompletten Boden austauschen und siehe da, es half. Gott sei Dank!!! Die Fische starben nicht mehr, sie waren eindeutig vitaler und ich erhielt bald Garnelennachwuchs.
Mein neuestes Aquarium
Vor ein paar Wochen bin ich noch mal umgezogen, ich glaube mittlerweile schon zum 10. Male. Das bedeutete wie üblich Stress pur, Kisten packen, Möbel schleppen, renovieren etc. aber diesmal kam eine Sorge hinzu. Es war der erste Umzug für mich mit einem Aquarium. Aufgrund der geringen Distanz der beiden Wohnungen war es jetzt aber nicht so viel anders als wenn man innerhalb der gleichen Wohnung auf ein neues Aquarium umsteigt. Das wichtigste war nur das Bodenmaterial und den Filterinhalt möglichst schnell in die neue Wohnung zu schaffen, damit die Bakterien überlebten. Ich habe mir dafür ein paar verschließbare Eimer aus dem Malerbedarf geholt, damit ging es total einfach.
Und natürlich es war ein Umstieg auf ein größeres Aquarium, wie sollte es auch anders sein?!
Da ich meinem Hammerschlag Wasserkelch ja etwas Gutes tun wollte, sollte es eine größere Höhe werden. Diese Cryptocorynen-Art wird nämlich 80 cm lang. Andererseits schwimmen meine kleinen Zwergpanzerwelse ja öfters zur Wasseroberfläche um Luft zu schnappen und eine große Höhe bei ca. 2 cm Fisch ist eine ganz schön große Distanz die es zu überwinden gilt. Das ist wohl mit einer der Gründe warum sich Panzerwelse in flacheren Aquarien wohler fühlen.
Ich habe aber einen Kompromiss gefunden: ein Schildkrötenbecken. Die Höhe ist mit 60 cm sehr hoch, ideal für meinen Wasserkelch aber, es gibt eine zweite Ebene, die nur ca. 15 cm von der Wasseroberfläche entfernt ist. Und meine kleinen Racker nutzen sie sehr gerne. Vor allem nachts tummeln sie sich gerne oben und verbringen ihre Nachtruhe dort oben. Auch die Garnelen sind sehr häufig oben anzufinden, aber die findet man eh in den unmöglichsten Positionen an den entlegensten Flecken. Sogar schon halb über der Wasseroberfläche habe ich sie gesehen. Als ob es im Becken nicht genug zu essen geben würde!
Die Wasserpflanzen wachsen zur Zeit recht gut, auch wenn ich vor kurzem Probleme mit ihnen hatte. Da habe ich erst mal gelernt, dass es eine Crytocorynenfäule gibt. Von einen Tag auf den anderen hatte ich plötzlich Pflanzenmuss im Becken. Das war kein schöner Anblick. Dieses Phänomen soll angeblich eintreten, wenn sich große Veränderungen auf einmal für die Pflanzen ergeben. Sie schmeißen ihre Blätter ab um neue emporzubringen, die besser an die neue Situation angepasst sind. Da habe ich erst mal alles faulende Material entfernt, da ich Angst hatte, dass der Abbau des gesamten toten Materials den Sauerstoff zu sehr entzieht und schlimmstenfalls mir das Becken noch umkippt (habe fast nur Cryptocorynen im Becken). Die Wurzeln und die guten Blätter sowie ca. zwei Blätter pro Pflanzen habe ich stehen gelassen. War glaube ich eine ganz gute Entscheidung, die Pflanzen sprießen wieder und es scheint sich wieder alles zu normalisieren.
Und endlich ist alles mal rundum glücklich im Becken.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 1. März 2011 um 21:55 und abgelegt unter Blog, Erfahrungsberichte. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.




Dienstag 10. Mai 2011 um 14:25
Hoffe es haben nicht zu viele deiner kleinen Freunde mit dem Leben bezahlen müssen. Aber wenigstens hilfst u uns solch fehler zu vermeiden *daumenrauf*