Sonntag 1. März 2009 von Stefanie
Hat man sich nun für ein Aquarium entschieden, stehen die 2 nächsten Entscheidungen an :
- wo soll das das Aquarium stehen
- wie groß soll es werden
Es versteht sich von selbst, dass der Boden tragfähig genug sein sollte, denn ansonsten kann man die Fische eine Etage tiefer betrachten, nur dass die davon weniger begeistert sein werden. Und den Mieter, der in Begeisterungsstürme ausbricht, wenn es ein Aquarium von der Decke in sein Wohnzimmer regnet, den möchte ich mal kennen lernen!
Auf der Internetseite http://www.deters-ing.de/Berechnungen/Berechnungen.htm kann man grob das Gewicht eines gefüllten Glasbeckens mit Kies berechnen. Dann einfach das Gewicht von Unterschrank, Abdeckung und Technik abschätzen und mit der Tragfähigkeit des Bodens vergleichen. Ein normales 54Liter Standardbecken sollte bei einem normalen Boden aber kein Problem bereiten. Ein gut gefülltes Bücherregal ist ja schließlich auch nicht ganz leicht.
Also wohin mit dem Becken?? Da man am Aquarium Arbeit verrichten muss, ist eine gute Erreichbarkeit ein sehr praktischer Ansatzpunkt. Ein Wasserwechsel auf einer wackeligen Trittleiter bei hoch gelegenen Aquarien ist vielleicht super aufregend, aber auf Dauer schlecht für die Gesundheit
. Neben einer guten Erreichbarkeit ist auch die passende Höhe wichtig, schließlich möchte man die Fische gut beobachten können. Eine freie Wand, am besten in der Nähe einer Steckdose und noch idealer in der Nähe eines Wasseranschlusses bietet sich gerade zu an. Viele Aquarien werden aber auch gerne als Raumteiler genutzt. Stellt man das Aquarium an eine Wand, sollte man zur Wand immer etwas Platz für Schläuche lassen. Damit verringert man auch gleichzeitig die Schimmelwahrscheinlichkeit.
Auf das Becken sollte möglichst nicht den ganzen Tag das Licht scheinen, da dies zu Reflexionen führen und Algenwachstum fördern kann. Es sei denn man liebt Algen, dann immer mit dem Becken vor das Fenster
. Auch ist der Stellplatz direkt neben einer Bassbox als nicht gerade ideal anzusehen. Ob die Schwingungen für das Glas oder die Fische gut sind, bleibt fraglich.
Hat man einen passenden Ort gefunden bleibt die Frage offen, welche beckengröße man wählt. Das Becken sollte die 54Liter eines 60cm Standard-Beckens nicht unterschreiten. Zum einen sind Ökosystemen in kleineren Becken sehr empfindlich zum anderen möchten die Fische auch Platz zum Schwimmen haben. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Je größer das Wasservolumen, desto mehr werden toxische bzw. giftige Substanzen verdünnt, desto größer die Oberfläche (wichtig für die Bakterien) usw.
Die erforderliche Beckengröße hängt dabei auch von den Ansprüchen der Fische ab, die sie später pflegen möchten. Ein Fisch der 20cm Körperlänge erreicht, hat nun wirklich nichts in einem 60cm Becken zu suchen! Im Internet, aber auch in vielen Büchern findet man Angaben über den entsprechenden Platzbedarf der Fische. Eine Seite, die ich für solche Recherchen sehr empfehlen kann ist: http://www.zierfischverzeichnis.de.
Sind diese Fragen geklärt stehen die nächsten Entscheidungen an, aber dazu später mehr.