Hätten Sie es gewusst? – Stumme und taube Fische
Mittwoch 18. März 2009 von Stefanie
… dass Fische weder taub noch stumm sind?
Fische weisen zwar keine äußere Ohröffnung und kein Mittelohr (kein Trommelfell) auf, besitzen aber ein Innenohr. Der Schall (Druckschwankung) wird oft über die Schwimmblase weitergeleitet. Die Schallübertragung auf das Mittelohr erfolgt dann entweder über Membranen und Flüssigkeiten oder über Knochenleitung [1]. Neben Tönen können Fische auch Erschütterungen mit Hilfe des Seitenlinienorgans wahrnehmen [2].
Darüber hinaus sind viele Fische auch in der Lage Töne von sich zu geben. Die Geräusche können zum Beispiel dem Revierverhalten oder dem Fortpflanzungsverhalten dienen. Die Lauterzeugung erfolgt auf verschiedenen Wegen. Manche Arten versetzen ihre Schwimmblase in Schwingung, manche reiben ihre Kehlzähne, wiederum andere reiben ihre Flossen knarrend in Schultergelenken [2][3]. Der knurrende Zwerggurami heißt schließlich nicht knurrend, weil er immer Hunger hat
.
Literatur
[1] Gerhard Breves und Wolfgang von Engelhardt (2005) Physiologie der Tiere, Verlag: Enke
[2] http://tms.lernnetz.de/bio/fische/akustik.htm
[3] http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/von-wegen-stumm-wie-ein-fisch/69/neste/17.html
[4] http://www.tiergesundheit-aktuell.de/kleintiere/aktuelles-22.php
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 18. März 2009 um 13:44 und abgelegt unter Blog, Physiologie. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.



Montag 23. März 2009 um 19:47
Vielen Dank, das freut mich
Viele Grüße Stefanie
Dienstag 9. Juni 2009 um 08:47
Super Artikel,
ich hätte es nämlich nicht gewusst.
Zudem haben wir gerade gestern das Thema diskutiert und nun hab ich den Beweis, dass ich Recht hatte!
Gruß
Jörn