Meine Meinung zu Weichwasserfische in hartem Wasser
Montag 9. März 2009 von Stefanie
Ich glaube, dass es sich immer lohnt die Lebensbedingungen der Fische in der Natur in seinem Aquarium umzusetzen. Einige Punkte blieben so unberücksichtigt. In der Studie wurde nur der Regulationsmechanismus betrachtet. Man kann aber davon ausgehen, dass nach 50 000 Jahren der ganze Körper sich auf die lebensfeindlichen Bedingungen eingestellt hat. Es wird mit Sicherheit auch Anpassungen an ein Leben in härten Wasser geben, die sich bei einen recht Standorttreuen Fisch aber nicht lohnen. Alle überflüssigen Anpassungen kosten Energie. Diese könnte an anderer Stelle fehlen, daher werden überflüssige Anpassungen meistens in der Evolution wegrationalisiert oder erst gar nicht entwickelt. Einen Superfisch, der konkurrenzstark in allen Biotopen ist, gibt es nicht!! Daher ist die Betrachtung aller Körperfunktionen wichtig. Wobei noch nicht alle Funktionen im Körper geklärt oder auch entdeckt worden sind. Sollten im Körper Prozesse existieren, die bei härteren Wasser suboptimal ablaufen oder mit Energieaufwand verbunden sind so kann dies bei sonst optimalen Faktoren nicht auffallen. Bei Stress könnte dies anders aussehen.
Auch andere wichtige Umweltfaktoren (z.B. die Verfügbarkeit von Schadstoffen) hängen von der Wasserhärte und den pH-Wert ab. Diese Faktoren können sich im härteren Wasser ändern und die Fische haben möglicherweise nur schlechte Anpassungen an diese Umweltfaktoren.
Oft ist aber in der Natur so, dass Tiere als auch Pflanzen unter Umweltbedingungen leben, die für sie nicht optimal sind. Tolerieren sie auch für sie schlechtere Bedingungen so können sie in Habitate ausweichen, in den der Konkurrenzdruck durch andere Tiere und Pflanzen nicht so hoch sind. Von dem natürlichen Verbreitungsgebiet kann man daher nicht auf die optimalen Ansprüche schließen.
Nun ist es aber schwierig exakt die natürlichen Bedingungen wie in dem Verbreitungsgebiet der Fische zu simulieren. Dabei sind noch nicht mal alle Faktoren, die wichtig sind bekannt. Die Nachahmung der Natur in einem Aquarium halte ich persönlich für unmöglich. Die Einstellung von Extremwerten führt dabei meist zur Instabilität des Systems.
Auch sollte man berücksichtigen, dass viele Aquarianer mit härteren Wasser bessere Erfahrung gemacht haben. So gibt es in der Wissenschaft eine interessante Möglichkeit einen Prozess zu optimieren. Man geht nach der trial and error-Methode vor (Versuch und Irrtum). Dies führt oft zu den besten Ergebnissen.
Zu berücksichtigen ist aber, dass nicht jedes Aquarium gleich ist und nicht jeder Aquarianer es schafft in seinem Aquarium eine möglichst geringe Keimdichte zu gewährleisten, daher mein
Fazit:
→Informieren sie sich ruhig über die Wasserwerte der entsprechenden Tiere und versuchen sie diesen Werten nahe zu kommen. Sie können die Tiere aber auch in etwas härteren Wasser halten. Achten sie aber auf eine geringe Keimdichte zum Beispiel durch häufige Wasserwechsel. Übertreiben sie aber nicht und halten sie nicht Weichwasserfische in zu harten Wasser oder Hartwasserfische in zu weichen Wasser. Versuchen sie allgemein Extremwerte zu vermieden. Diese führen nur in der Natur zu stabilen Ökosystemen.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 9. März 2009 um 17:18 und abgelegt unter Fische. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


